Willkommen auf unserem Blog!

Wir sind zwar gerade nicht vor Ort, aber auch nicht aus der Welt... Wir möchten Euch mit diesem Blog auf dem Laufenden halten, wie es uns in Brasilien gefällt, was wir erleben und denken, einfach wie es uns so geht. Wir freuen uns, wenn Ihr mit uns auch News aus der Heimat teilt und uns auf dem Laufenden haltet! Beijos!!!

Freitag, 12. Oktober 2012

Dies und jenes - Oder: Was sonst so passiert ist!

Heute gibt es einen bunten Allerlei-Post. Ich habe von der kleinen Kamera schon länger keine Fotos mehr gesichert und mir sind da so einige Aktivitäten der letzten Wochen entgegengekommen, als ich den Chip gesichtet habe. Und daher will ich Euch jetzt etwas auf den neuesten Stand bringen.

Dass wir diese tollen Condomínios und leeren Strände entdeckt haben, wisst Ihr ja schon aus dem "Ann-Sophie-Post". Kurze Zeit nach unserem ersten Besuch dort, sind wir samstags auch schon wieder an die Küste gefahren und haben einen weiteren Strand, nämlich Sao Pedro, im davorliegenden Condo getestet. Leider hatten wir mit dem Wetter an dem  Tag nicht so richtig Glück, aber daher den Strand fast für uns allein. Mir persönlich hat Iporanga ein wenig besser gefallen, man kann dort auch etwas besser baden, weil er flacher ins Meer abfällt. Hier geht der Kampf gegen die Wellen gleich nach ein paar Metern im Wasser los. Aber seht und entscheidet selbst:
Was die Anwesen anbelangt, so nehmen sich die beiden Strände nicht viel. Nur gute Nachbarschaft!
Solche Warnschilder gibt es "drüben" allerdings nicht. Und ich habe ein paar Mal
einen unfreiwillig kräftigen Schluck Salzwasser genommen. Prost! 
Ob er hier sich auch verschluckt hat?

Für unseren Stranderkundungsspaziergang hat es dann sogar kurz aufgerissen.



Wie in Iporanga kann man am Ende der Bucht ein wenig auf den Felsen rumkrackseln - ich habe die Version "auf allen Vieren" bevorzugt, um nicht Gesichtskontakt mit dem Untergrund zu knüpfen. Sportlich elegant halt, wie man mich kennt ;-)



Und auf dem Heimweg haben wir am Fischerstrand Pernambuco am Fischmarkt angehalten und uns gleich ein Abendessen "geangelt".



Und dann war da noch das Grillen bei Simon und Sabi daheim, von dem ich noch nicht berichtet habe. Die beiden haben uns zu einem sehr leckeren Grillabend mit Wohnungsbesichtigung eingeladen, der in einem feucht-fröhlichen Spieleabend geendet ist. Zumindest wir Mädels mussten am nächsten Tag ja nicht früh aufstehen. Schreit auf jeden Fall nach einer Wiederholung!

Die Aussicht der beiden kann sich sehen lassen. Man sieht sogar unser Haus. Nur dem Homer passt es anscheinend nicht so richtig.




Die machen sich doch auch als exzellente Deko, oder?


Bei den folgenden Bildern dachte ich erst, die gehören zum letzten Strandbesuch in Sao Pedro und sind irgendwie durcheinandergekommen. Was die Wahl meines Bikini anbelangt, ließ sich keine Aussage treffen (nein, ich habe nicht nur einen, aber in dem wird man am besten braun). Aber dann habe ich ein Foto mit eindeutigem Indiz gefunden, das die Sache geklärt hat: An dem Tag war die Nagellackfarbe eine andere ;). Und dann fiel es mir auch wieder ein. Wir waren im September wirklich zwei Mal schon in Sao Pedro - und an diesem Tag hatten wir auch richtig Glück mit dem Wetter.
Was gibt es Schöneres als ein Nickerchen am Meer?

Zum Glück haben wir auf der Hinfahrt noch bei einem tollen "Beach-Outlet" gehalten und konnten unseren Strandtag dank unseren neuen tollen Stühlen umso mehr genießen. Diese haben wir eindeutig dem Flo zu verdanken, der regelrecht auf einen Kauf bestanden und diesen schon wochenlang angekündigt und geplant hat.


Die "Bewohner" sind hier übrigens so "reich" (oder verwöhnt/ faul?), dass sie nach dem Strandbesuch alles
stehen und liegen lassen. Kurze Zeit später kommt ihr "Beachboy" und holt die Tasche ab, klappt Stühle
und den Schirm zusammen und schleppt alles husch husch zurück ins Häuschen. Crazy, oder?
Das ist nämlich ein ganz besonderes Modell (wie ich inzwischen auch weiß): Ohne störende "Verstrebung" vorne, für den unbeschwerten Liegegenuss - darf zukünftig bei uns in Nürnberg probegelegen und uns darum beneidet werden. (Nachdem die Schickis um uns herum alle den gleichen haben, MUSS das ja das Topmodel (Heidi´s ;)) sein.)


Dann habe ich Euch auch noch gar nicht vom "Almoço" mit meinen "FAAPis" erzählt. Stimmt´s? Jedenfalls haben wir uns eines schönen Mittags an der Paulista zum Mittagessen getroffen. Leider war Gregs Mittagspause viel zu kurz, um alle News zu besprechen - aber unser Wiedersehen hat sich auf jeden Fall trotzdem gelohnt.



Die nicht-arbeitende Bevölkerung hat dann noch einen kurzen Parkbesuch und Kaffeeklatsch bei Simon eingelegt. Dieses Leben werde ich dann wohl auch vermissen!
Anscheinend war ich erst kurz zuvor am Strand (oder Pool?) - die Nase blinkt noch!



Der Simone haben wir zu verdanken, dass wir endlich unsere "finale Shoppingrunde" eingeleitet haben. "Ihr wollt doch noch so viel mitnehmen, da müsst ihr endlich mal anfangen einzukaufen." So oder so ähnlich war die Ansage, die uns auf einen Weibernachmittag in Embu geführt hat (inklusive Favela-Tour sowohl bei der An- als auch Rückreise, aber das ist ein anderes Thema. Wir sind jedenfalls nochmals (knapp) davongekommen). Das ein oder andere Schmuckstück habe ich auch ergattert. Für Bestellungen wird es langsam höchste Zeit. (Andrea, ich bitte um eine Konferenz zu diesem Thema.)
Einen "Carranca" brauchen wir auf jeden Fall auch noch,
der uns in der Heimat böse Geister fernhält.


Dann erzählt die Chipkarte noch eine kurze Anekdote zum Thema "Die Welt ist so klein". Vicky´s ehemalige Kollegin Jenna lebt seit Kurzem auch mit ihrem Mann in Sao Paulo und so hat uns die Vicky mal schnell am anderen Ende der Welt "verkuppelt". Die ersten Tassen Tee und Kaffee haben wir schon zusammen geschlürft, von einem gemeinsamen Besuch bei den Nagelfrauen mal ganz zu schweigen.
Es gibt eindeutig schönere Bilder von mir, aber Jenna ist ganz gut getroffen und man kann
den Garten vom Teakettle sehen - das ist echt eine schöne Kaffee- (bzw. Tee-)klatsch-Location.


Einen Freitag Abend haben wir neulich Bruno und seiner neuen Band bei der Probe im Estudio 500 Gesellschaft geleistet. Gehen richtig gut ab, die Jungs, hat Spaß gemacht.


Und dann waren wir auch schon wieder am Strand. Diesmal haben wir in Iporanga Simones Geburtstag ein wenig nachgefeiert. So richtig ausgiebig mit Nudelsalat und allem, was dazu gehört. (Sorry, Krissi, aber unser Gruppenbild ist mega-unscharf geworden, daher kommt in diesem Beitrag nur Deine Liebste ganz groß raus.)





Das war´s erst mal wieder! Bis demnächst - Ciao!

Mittwoch, 10. Oktober 2012

Unsere Rückflüge sind gebucht!

Jetzt wird´s ernst! 
Der Countdown läuft ja eh schon längst, aber seit dieser Woche steht unser Rückflugtermin fest.

Wir verlassen unsere Wahlheimat, das schöne Brasilien bzw. verrückte Sao Paulo

- zwar schon mit einem lachenden Auge, vorfreudig auf die Zeit "danach", daheim und mit Euch, aber auch mit einem richtig weinenden Auge, traurig darüber, dass unser Abenteuer in Sao Paulo vorbei ist, dass wir unsere neu gewonnenen Freunde, das Leben hier zwischen Arbeit/ Sprachkurs, Pool, Strand, Picanha und Caipirinha hinter uns lassen müssen - 

am 20.12. mit TAM (über London, Heathrow) und kommen am 21.12. um 18:40 Uhr mit British Airways in Stuttgart an. Freiwillige Abholer können sich im Anschluss an diesen Post oder an eine der bekannten Emailadressen bewerben. Die kreativste Einsendung bekommt den Zuschlag.

Weihnachten in der Heimat steht also nichts mehr im Weg. 
Vergesst also nicht, uns bei Euren Geschenkekäufen einzuplanen! ;-)

Wir freuen uns schon auf das Wiedersehen, aber bis dahin gibt es noch einige Posts und Berichte "live" und in Farbe direkt aus Sampa. Bis bald! 


Donnerstag, 4. Oktober 2012

Der 1. Gast aus Flo´s Familie: Ann-Sophie´s Besuch bei uns - Teil I

Hier kommt mal wieder ein etwas überfälliger Nachtrag - aber dafür wird er umso ausführlicher ausfallen. Sogar so ausführlich, dass ich Ann-Sophie´s Besuch bei uns in zwei Posts aufteilen muss. Als ich die Bilder durchforstet habe, ist mir aufgefallen, dass wir in den drei gemeinsamen Wochen ganz schön viel unternommen und erlebt haben. Und das alles will natürlich angemessen dokumentiert sein. 

Kurz nachdem meine Eltern weg waren, stand also schon der nächste Besuch ins Haus. Für mich war es super, dass uns Flo´s Cousine drei Wochen Gesellschaft geleistet hat (bevor sie jetzt im Oktober ihr Studium begonnen hat). Schließlich hatte ich mein Kursprogramm an der FAAP beendet und nach unserer tollen Rundreise habe ich echt befürchtet, dass mir langweilig werden könnte. Weit gefehlt... aber lest und seht selbst, was wir so alles angestellt haben in der Zeit.

Erster Abend - Stellt sich zum ersten Mal die Essensfrage und die Antwort fiel auf: Pizza!! Ich liebe die brasilianische Pizza (dünner Boden, dicker Belag) und bin mir nicht sicher, ob mir in Deutschland zukünftig Pizza noch so gut schmecken wird wie hier - I hope so. Die Ann-So war jedenfalls auch begeistert.
Und die Simo hat uns vor ihrem Heimaturlaub auch nochmal Gesellschaft geleistet.
Caipis gab es in dem Laden in den ausgefallensten Variationen, wobei ich zugeben muss, dass sowohl
"Rote" als auch "Gelbe Früchte" meine "Persische Zitrone" (oder so ähnlich) geschlagen haben

Nachdem Flo leider keinen Urlaub nehmen konnte, wollten wir unserem Gast zumindest an den Wochenenden ein schönes Programm bieten. Und eine Stadtrundfahrt über die Avenida Paulista, durch Liberdade, vorbei an der Praça da Sé und auf einen Snack in den Mercado Municipal hat sich einfach bewährt.
Der Verkehr auf dem Weg zum Mercado ist echt immer ein Horror, aber somit hatten
wir wenigstens Zeit ein paar Bilder von der Aussicht zu machen...
... und auch mal einen der vielen Straßenverkäufer abzulichten. Von Kinderspielzeug, über Obst, Putzlappen, gekühlter Getränke und Snacks für den kleinen Hunger zwischendurch bekommt man auf den Straßen Sao Paulos einfach alles.

Zum ersten Mal haben wir uns nicht nur auf die 25 de Março gewagt, sondern sogar mitten (und in die Läden) rein. Mit unserem ersten Besuch letztes Jahr, mit Andrea & Marc, war es uns hier gar nicht wohl. Wir sind einfach nur schnell drübergehuscht und haben vor lauter Angst ausgeraubt zu werden, weder gesprochen (deutsch = "Aha, Ausländer" = reich) noch Fotos geknipst.

Und ich muss sagen: Mir ist da bisher echt was entgangen. Auf der 25 (Vinte e cinco) bekommt man einfach alles. Ja, sogar Strohhalme - im Vorratspack. Ich hätte die also gar nicht mit nach Brasilien einführen müssen ;-), werde mir aber jetzt mindestens einen Pack als Erinnerung wieder mit ausführen.

Hier wuselt es immer so...

... und wir: Mittendrin statt nur dabei.

Bei unserem Ausflug zum Mercado bin ich damals auch auf diese exquisite Biersorte aufmerksam geworden. Da gibt es doch tatsächlich eine Brauerei im Süden Brasiliens, die das gute Duff, Lieblingsgetränk von Homer Simpson produziert. Und der Werbeslogan ist das Beste: "Sim, existe." - "Ja, es gibt´s."



Was uns immer am Besten gefällt, wenn Besuch da ist: Wenn dem Besuch Dinge auffallen, die für uns schon ganz normal geworden sind. Und daher bin ich auch total froh, dass Ann-So so fleißig Sao Paulo geknipst hat, dass ich Euch hier auch mal ein paar Bilder von "unserer" Stadt zeigen kann - ganz nach meinem neuen Motto: Noch ein wenig den Alltag dokumentieren (bevor er vorbei ist).
Häuserschlucht im Centro
Nach dem Überqueren der Av. Paulista geht es dann ganz schön steil den "Berg" runter,
bevor man wieder in unserer Zona Sul angelangt.

Aber bevor wir wieder nach Hause gedüst sind, mussten wir natürlich noch das Schmuckstück zeigen: Den Havaianas-Laden auf der Oscar Freire. Ich wiederhole: Ich glaube ganz fest daran, dass ich irgendwann Provision erhalten werde, so viele Kaufwillige, wie ich schon dorthin geführt habe.

Sonntag und schönes Wetter: Da haben wir´s wie viele Paulistanos gemacht und sind an den Strand gefahren. Das Gute an dem Sonntag war, dass es ja noch mitten im Winter war (und trotz 25 Grad halt einfach immer noch Winter) und das dem Brasilianer vielleicht dann doch noch zu kalt?! Später haben wir erfahren, dass wir uns auch den brasilianischen Vatertag als Ausflugstag ausgesucht hatten und anscheinend sind viele einfach deswegen zu Hause bei der Family geblieben. Es war nämlich echt herrlich wenig los in Guarujá.

Flo und ich waren zuvor ja eigentlich erst einmal in Guarujá am Strand. Und ich hatte den nicht so toll in Erinnerung. Aber an dem Sonntag fand ich es einfach herrlich.
die zwei Bade-Nixen

Wie gesagt, es war ja auch nicht wirklich viel los...


Beach-Boy-Flo


Ein Stück der Wegstrecke fährt man durch eine kleine Favela - scheint schon ein heißes Pflaster
zu sein, jedenfalls stehen alle 200m Polizisten am Straßenrand (und zwar immer!)

Unter der Woche haben wir Mädels es uns gut gehen lassen und Ann-Sophie zählt inzwischen auch zu den Stammkundinnen im Salon. 

Aber wir haben noch ein neues Hobby für mich entdeckt - eigentlich eine Schande, dass ich das nicht früher gewusst habe (aber ich hatte wegen meinem Sprachkurs ja auch wenig Zeit). Immer dienstags ist ganz bei mir in der Nähe eine "feira", ein Wochenmarkt. Und seit ich das weiß, kaufe ich dort immer unser Obst und Gemüse ein.
Nach einem Besuch auf der feira fühlt man sich als Frau auch richtig gut. Neben "Tudo 2 Reais agora!" ("Jetzt alles für 2 Reais!") und sonstigen geschäftsfördernden Sprüchen, haben die Jungs am Markt auch solche KundINNENansprachen drauf: Von "Hey Puppe, was kann ich für Dich tun?" über "Schöne Frau, brauchst Du heute nichts?" bis zu "Nimm ein Stück Ananas von mir, die ist so süß, dass Du Dich noch lange an mich erinnern wirst" habe ich schon alles gehört und bisher eigentlich auch jedes Mal was geschenkt bekommen (einen halben Bund Rúcula (der dann gar keiner war) war mein Highlight bis jetzt).
ein Caldo de Cana (Zuckerrohr-Saft) für zwischendurch - gerne auch mal mit free Refill



Und quasi direkt vor unserem Haus gibt es dienstags auch noch eine kleine Kunsthandwerks-Feirinha. Meine Lieblingsverkäuferin ist die Ivani, die mich gleich als Freundin für ihre Facebook-Seite geworben hat und mir seither regelmäßig schreibt und mir sogar schon einen "Kühlschrank-Notizen-Magnet" maßgefertigt hat (wer auch mal auf ihre Seite schauen will, sucht nach "Litta Patchwork" bei Facebook). Was man für die Stammkunden nicht alles tut (juhu, endlich bin ich auch wo Stammkundin und werde mit Namen begrüßt - außer im Salon natürlich). Solche Begegnungen werden mir wohl zukünftig auch abgehen ;-(. (Gerade denke ich mir mal wieder: Wenn jemand Fremdes meinen Blog liest, dann wird derjenige sich auch denken, die Tante hat sie doch nicht alle, oder?! Egal, ich schreibe ja auch nicht für Fremde, sondern für Euch Daheimgebliebenen und Ihr wisst ja schon alle, dass ich ein wenig crazy bin- haha.)
@Ann-Sophie: In der Zwischenzeit weiß ich auch, wo der andere Markt sein soll: Schon dort, wo wir gesucht haben, aber eben mittwochs und nicht donnerstags.

Wir haben uns vorgenommen (neben braun zu werden) auch jeden Tag ein wenig die Nachbarschaft zu erkunden. So viel geshoppt wie mit Ann-Sophie habe ich die letzten 1,5 Jahre nicht ;-).

Und abends haben wir den Flo dann in unsere Aktivitäten mit aufgenommen. Hier sind wir grad im "Bom Rini" gleich bei uns ums Eck und haben uns typisch brasilianisch ein paar "porções" gegönnt.


Das hier war freitags abends in der Pizzeria nebenan. Wir waren uns nicht sicher, ob wir an dem Abend  vielleicht noch tiefer in Sao Paulos Nachtleben abtauchen würden...

... sind dann aber doch "nur" bei Oli und Mari in der WG versumpft. Ich fands super! Außerdem haben wir den besten Strandtipp überhaupt bekommen (Danke, Mari, wir sind seither Stammgäste dort!). Aber dazu im Anschluss mehr.

Nach Guarujá in Richtung Norden muss es ein paar geschlossene Condomínios geben und laut Mari sind die Strände dort herrlich. Wir haben uns das also gemerkt und für den nächsten Tag vorgenommen, das genauer rauszufinden.

Am Anfang ist der Weg noch gleich: Eimal durch die Favela.
Dann geht es vorbei an Pernambuco, einem Fischerstrand, kurz nach Guarujá... 
... und man kommt auf eine Landstraße bzw. in eine Art Naturschutzgebiet

Die Einfahrt, die uns die Mari eigentlich beschrieben hat, haben wir dann auch gefunden. Aber dort war eine Autoschlange und nach längerem Warten und nachdem sich einfach mal gar nichts bewegt hat, sind wir noch ein Stück weitergefahren. Dann kommt, ganz unscheinbar, wieder eine Portaria. Es sieht fast so aus, als ob es die Einfahrt in ein abgeschlossenes Naturschutzgebiet wär. Wir sind dann mal vorgefahren und haben gefragt, ob es einen Zugang zum Strand gibt. Ihr müsst wissen, in Brasilien gibt es keine Privatstrände, der Zugang muss immer frei sein. Aber im Fall dieser Condomínios wird eben nur einer bestimmten Anzahl an Leuten der Zugang pro Tag gewährt.
Der wirklich nette Pförtner hat uns dann gefragt, ob wir das erste Mal da seinen und uns auch direkt als Ausländer enttarnt. Es würde sich durchaus lohnen kurz zu warten. In ca. 10 Minuten könne er wieder ein paar Autos reinlassen, wenn die ersten Gäste zum Mittag essen gehen würden. Gesagt, getan. Wir haben uns dann am Straßenrand in eine ganz zivilisierte Reihe von ca. 5 Autos gestellt und wurden ziemlich genau nach 10 Minuten vorgewunken. Wir sollen lieber zum Iporanga-Strand (statt Sao Pedro) fahren, er habe uns den letzten Parkplatz aufgehoben, weil wir doch zum ersten Mal da seien.

Nachdem das Auto registriert wurde und der Fahrer seine Personalien abgegeben hat, bekommt man eine Nummer für einen zugewiesenen Parkplatz, die man sich sichtbar ins Auto hängen muss (dort herrscht Zucht und Ordnung). Und was man dann auf den paar Kilometern Straße durch das Condo so sieht, lässt einen echt nur Staunen. In meinem nächsten Leben habe ich auch ein "Häuschen" dort.

Kurz nachdem man an dem freundlichen Einweiser mit der Geschwindigkeits-Mess-Pistole in der Hand vorbei ist, ist man auch schon da und kann sich die letzten Meter zu Fuß auf den Weg zum Strand machen.

Und der Strand, der einen dann erwartet ist die gut 1,5 Stunden Anfahrt auch eindeutig wert und einfach nur herrlich. Seht selbst:
So stelle ich mir den Eingang ins Paradies auch vor.



Dort gibt es eben ein paar Besucherparkplätze (ich meine 60 an der Zahl) und ansonsten nur die Menschen am Strand, die ein Haus haben. Daher ist der Besucherstrom recht übersichtlich.

Und was auch echt angenehm ist: An dem Strand gibt es gar nichts. Keinen Stuhlverleih und keine Verkäufer. Man muss sich also seine Verpflegung immer selber mitbringen und nachdem wir das wussten, waren wir 1a ausgestattet.






Man kann ein wenig auf den Felsen rumkrackseln, die seitlich ins Meer ragen und hat dort eine schöne Fotokulisse und einen guten Ausblick zurück auf den Strand.









Wir sind auch ein wenig am Strand entlang spaziert und haben uns schonmal ein Haus ausgesucht - das wir im nächsten Leben dann gerne besitzen würden. Eigentlich bin ich da recht anspruchslos: Eines von denen mit Beachview sollte es ein, aber welches ist mir eigentlich recht egal.




Man beachte die vielen anderen Strandspaziergänger - neeee, da war echt kaum einer außer uns. Die anderen waren alle schon auf Ihrer Terrasse beim Kaffeklatsch oder Churrasco - leider wollte uns keiner zu sich einladen.
Ann-Sophie hat sich auch schon eine Yacht für die nächste Geburtstagsparty ausgesucht.




Der Ausflug war echt wie ein Kurzurlaub. Und wir waren seither schon drei Mal wieder dort. Den Strand an der ersten Einfahrt haben wir auch schon erkundet. Wir müssen schließlich unsere letzten Wochen hier noch ein wenig genießen.

Und noch was: Teil II von Ann-Sophie´s Erlebnissen folgt in Kürze.