Willkommen auf unserem Blog!

Wir sind zwar gerade nicht vor Ort, aber auch nicht aus der Welt... Wir möchten Euch mit diesem Blog auf dem Laufenden halten, wie es uns in Brasilien gefällt, was wir erleben und denken, einfach wie es uns so geht. Wir freuen uns, wenn Ihr mit uns auch News aus der Heimat teilt und uns auf dem Laufenden haltet! Beijos!!!

Dienstag, 25. September 2012

Flo´s - und Kättel´s :-) - 30. Geburtstag!

Die andere Zwillingshälfte hat es am Freitag in Rüssenbach mächtig krachen lassen, wie wir gehört (und teilweise schon gesehen) haben. Wir haben, zwar im deutlich kleineren Stil, natürlich auch gefeiert und hier gibt es die ersten exklusiven Fotos.

6:10 Uhr: Die Geburtstagskerzen brennen und ein Frühaufsteherfrühstück gibt es auch schon. (Die "3" vorne hat ihn dann doch ganz schön mitgenommen, kann ich Euch sagen ...)

Geschenke aus der Heimat lagen schon zum Auspacken bereit und die kamen ziemlich gut an.

So gratuliert man heutzutage zum Geburtstag! Ein Video von der "Happy-Birthday-Live-Schaltung" nach Rüssenbach gibt es auch und kann ich Euch auf Anfrage zukommen lassen :)

Dann bekam die Feierlaune einen kurzen Break, denn der Flo musste leider arbeiten. Aber als er am Nachmittag zurückkam, hat das nächste Päckchen auf ihn gewartet: Ein 30-Sorten-Bierpaket aus aller Welt, das es in nächster Zeit zu probieren gilt.
Geburtstagshimmel
(man beachte auch den allFreitaglichen Feierabendverkehr, bzw. stau)

Die eigentliche Feier ist bei Simo und Krissi gestiegen, die für Flo ein Geburtstagschurrasco ausgerichtet haben. Vielen Dank nochmal dafür! Unsere Grillhütte war am Wochenende leider komplett ausgebucht und daher müssen wir eine Sause bei uns baldmöglichst nachholen.
Eine Geburtstagstorte und ein Caipi-Allround-Paket hat das Geburtstagskind (kann man das mit 30 überhaupt noch sagen?!) auch noch abgestaubt 
So ein Grill auf dem Balkon (mit Dunstabzug!) ist schon eine feine Sache.

Die Gastgeber: Simo und Krissi sind seit April in Sao Paulo und seither unsere treuen Wegbegleiter.

Die Aussicht vom Balkon der beiden kann sich sehen lassen...

 ... und eignet sich super als Fotokulisse.

Gruppenbildversuche!

 Zum Nachtisch haben wir uns an eine Creme de Papaya gewagt und mussten feststellen, dass es nichts Einfacheres gibt: Man nehme 2 Papayas, 8 EL Sahne-Eis und ab damit in den Mixer (sofern er denn funktioniert ;)). Kurz ins Gefrierfach und mit Cassis-Likör einfach ein Genuss.

Wenn wir schon nicht reingefeiert haben, dann zumindest raus. Aber langsam fangen wir an zu schwächeln...

Und auch mit von der Partie: Ein Aperol Spritz als Absacker. Es gibt einfach nichts Besseres ;)

Mittwoch, 19. September 2012

Bombenalarm!

Bevor ich (hoffentlich bald) mit meinen Reise- und Besuchsberichten weitermache, kommt hier mal wieder eine kleine Anekdote aus meinem Alltag.

Heute morgen um 11 Uhr - ich bin gerade noch im Nachthemd in der Wohnung rumgefegt - klingelt unser Haustelefon. "Guten Morgen, Dona Nicole, wie geht es Ihnen? Hier steht ein Herr, der möchte gerne eine "bomba" bei Ihnen abholen." Bombe? Bei mir in der Wohnung? Ja, klar!

Hier hat schon manchmal jemand von unserem "Helpi Deski" angerufen, wenn sie sich mal wieder in der Apartmentnummer geirrt haben. Da hätte ich schon Lieferungen aus dem Supermarkt annehmen sollen, die ich nie bestellt hatte oder den Vater von der Janaina reinlassen, den ich genau so wenig kenne wie seine Tochter. Ich also ganz überzeugt: "Das muss ein Irrtum sein. Bei mir gibt es keine Bombe in der Wohnung (und das ist auch gut so). Will er die wirklich abholen oder womöglich anliefern," frage ich noch. Sie meinte dann, das habe sie schon so erwartet (also dass ich keine habe), aber der Herr habe den Namen vom Senhor Florian erwähnt und dieser wollte eine "bomba" an der Rezeption hinterlegen. Was hat der Flo mit Bomben am Hut? Oh mein Gott, wir fliegen hier sicher demnächst raus. Wir haben erstmal aufgelegt.

Aber irgendwas musste an der Sache ja dran sein. Ich also den nächsten Stofffetzen übergeworfen, der mir entgegenkam und mit Flos iPhone gerüstet Richtung Aufzug und zur Rezeption gefahren. Natürlich lässt einen so ein brasilianisches Handy in so einer "Notsituation" keine Anrufe in das deutsche Mobilfunknetz tätigen. Da steht also ein gut gelaunter, langhaariger Mann und erwartet mich. "Ich komme wegen der Geschichte mit der Bombe. Ich weiß leider nicht, um was es geht." In dem Moment ruft Flo mich an. Er wollte eine "Wasserbombe" für einen Lieferanten hinterlegen, die dieser dann abholt. Jetzt praktisch. Er habe sie aber vergessen, sie sei im Auto. Ich also wieder hochgedüst in die Wohnung - dieses Mal habe ich im Vorbeirennen sogar eine Deo-Flasche erwischt - und den Autoschlüssel und eine Tafel Milka für den armen Abholer eingesteckt. "Ich brauche doch nicht so hetzen," meinte der dann "es sei doch alles in Ordnung." Als wir den Übeltäter bzw. die Übeltäterin (Bomben sind ja weiblich) dann aus dem Auto geholt haben, hat er mir gestanden: "Sie wollten mich erst gar nicht reinlassen, als ich gesagt habe, ich müsse eine Bombe abholen." Na da bin ich ja beruhigt, dass die Sicherheit in unserem Haus zumindest zu funktionieren scheint. Und was eine "bomba de água" ist, habe ich heute auch gelernt.


In diesem Sinne, bis zur nächsten Episode aus meinem Leben als Ingenieurs-Freundin.

Donnerstag, 6. September 2012

Episode 4: Kurzer Zwischenstopp in Salvador bzw.: Das tollste Geburtstagsfrühstück, das man sich vorstellen kann

So, ich melde mich zurück! Ich war noch nicht mal richtig mit der Dokumentation unseres letzten Besuchs fertig, da stand der nächste Gast schon bei uns vor der Tür. Flos Cousine Ann-Sophie hat drei Wochen bei uns Urlaub gemacht und unser Leben hier ein wenig unter die Lupe genommen. Ein ausführlicher Bericht zu unseren gemeinsamen Erlebnissen folgt demnächst, aber bis dahin muss ich ja erstmal den Bericht zur "Reise unseres Lebens" abschließen. Here we go!
PS: Das Schöne an meinen kleinen "Schreibpausen" ist immer, wenn mich Nachrichten erreichen, dass meine Berichte schon vermisst werden, was da los sei, gar ob ich eine Schreibblockade hätte. An dieser Stelle vielen Dank für die viele Fanpost ;)!

Okay, nach der Kreuzfahrt sind wir also weiter nach Salvador geflogen, wo wir zwei Übernachtungen hatten, bis es dann zur letzten Etappe: Entspannen am Strand weiterging. Vor Salvador hatte ich wirklich richtig Respekt (um es nicht Angst zu nennen): Viele unserer Bekannten hatten uns schon erzählt, dass man dort sehr aufpassen muss, dass es die gefährlichste Stadt Brasiliens sei, dass man ständig angebettelt wird und dass man als "Weißer" sogar regelrecht auffällt. Der Plan war also folgender: Spät abends in Salvador landen, direkt in die Pousada, einen schnellen Sightseeing-Tag (Betonung liegt auf Tag!) und am nächsten Tag die Flucht ergreifen.

Nachdem auf die zwei Tage auch mein Geburtstag gefallen ist, habe ich uns die "Tripadvisor Travelers' Choice® 2012 Winner" Pousada, die "Casa da Vitória Pousada de Charme" gebucht. Man gönnt sich ja sonst nichts! Und ich muss sagen: Das war die schönste Unterkunft, in der ich je genächtigt habe. Und das Frühstück (das hatte ich im Internet gelesen): Ein Traum! Das wurde wie ein 3-Gänge-Menü serviert und hat sich auch entsprechend hingezogen (mir wars recht, ich wollte ja eh nicht allzu viel Zeit in der Stadt verbringen). Aber seht selbst...
Die Pousada ist sehr offen gestaltet und hat ein wenig Ferienhauscharakter
Der Frühstückstisch.

Und dann gings los: Die "Vorspeise" am ersten Tag war ein Obstsalat direkt in der Ananas serviert....

... dann gab es "Toastbrotschnittchen" mit verschiedenen leckeren Belägen...

... und als "Nachtisch" eine Pudding-Joghurt-Creme-Kreation ;)
Dem Flo hat´s geschmeckt ;)
Unser Zimmer war das links hinter der Pflanze...
Das ist die Pousada von außen. Die zwei Besitzer (ein Geschwisterpaar) haben das Haus
von ihren Eltern übernommen und zu einer Pension umgebaut.

Und nach dem Frühstück haben wir uns dann auf den Weg in Richtung Altstadt, Pelourinho gemacht. Von der Pousada aus war das ein gemütlicher Spaziergang von ca. 30 Minuten.

Ein paar eingefallene Gebäude und fiese Ecken gibt es in Salvador schon, aber bei weitem nicht so dramatisch, wie ich mir das vorgestellt hatte. Wenn man aufpasst und wenig Wertsachen bei sich hat, kann man sich ganz gut wappnen.

Die Baianas haben mich allerdings ziemlich enttäuscht. Ich dachte, in Salvador laufen die Frauen wirklich so rum. Aber diese Ladies hier haben einfach nur auf Touris gewartet, mit denen sie sich gegen ein kleines (?) Entgelt dann fotografieren lassen (und dafür sogar die Chipstüte aus der Hand legen). Nachdem Flo das Foto gemacht hat, ist eine wie eine Furie gleich aufgesprungen und hinter uns her. Aber wir können ja nur portugiesisch, wenn WIR das wollen, also: Wir nix verstehen!

Die Sehenswürdidkeiten der Stadt sind wirklich schön und sehenswert (wie der Name schon sagt). Hier der Aufzug, der die Ober- mit der Unterstadt verbindet.

Die Gassen in der Altstadt haben mich ein wenig an Ouro Preto und Paraty erinnert. Überall gibt es kleine Souvenirlädchen.

Das Motiv sieht man auf ganz vielen Postkarten der Stadt. Ist ja auch wirklich ein schöner Platz und tolles Fotomotiv. Richtig viele Zusatzinfos gibts es zu dieser Station von mir nicht. Ich wollte nicht von weitem als Tourist auffallen, in dem ich die ganze Zeit im Reiseführer blättere...
Zum Wetter: Die Temperaturen dürften tags- und nachtsüber konstant knapp über 30 Grad gelegen haben. Es war also mächtig heiß und wir haben bei unserem kleinen Stadtspaziergang schon etwas transpiriert...
Der Aufzug von unten betrachtet.

Bevor es dunkel wurde, haben wir dann aber auch schnell einen Abgang gemacht. Und nachdem wir wussten, dass uns so gemütliche Zimmerchen erwarten, fiel uns der Abschied aus der Stadt auch nciht allzu schwer.

Wir schreiben immer noch den 21. Juli, also war für abends eigentlich Reinfeiern in meinen Geburtstag geplant. Ich habe mir einen Spieleabend auf "unserer" Terrasse gewünscht und die Angestellte von der Pousada hat uns tatkräftig beim Pizza bestellen unterstützt. Leider habe ich meinem Ruf als "Frühschläferin" oder auch "Spaßbremse" dann wieder alle Ehre gemacht und leider nicht bis Mitternacht durchgehalten. So ein Sightseeing-Tag bei tropischen Temperaturen ist einfach anstrengend...

Dafür habe ich dann am nächsten Morgen top ausgeschlafen meine Glückwünsche entgegen genommen.
Meine Stargäste: Es war so schön, dass Ihr an meinem Geburtstag da ward!!
Vielen Dank für die vielen Geburtstagsgrüße, die mich aus der Ferne erreicht haben.
Was wären wir nur ohne Email, Facebook, whattsapp & Co. Definitiv einige Euro ärmer, denn so ein Geburtstagstelefonat anzunehmen ist ja leider durchaus eine kostspielige Angelegenheit...

Und nach einem super Geburtstagsfrühstück und einem gemütlichen Ausklang des Morgens in der Pousada ging es dann mit dem Taxi weiter nach Praia do Forte: Zu "BBB 2012 - Bollos Beach Birthday" - to be continued...