Willkommen auf unserem Blog!

Wir sind zwar gerade nicht vor Ort, aber auch nicht aus der Welt... Wir möchten Euch mit diesem Blog auf dem Laufenden halten, wie es uns in Brasilien gefällt, was wir erleben und denken, einfach wie es uns so geht. Wir freuen uns, wenn Ihr mit uns auch News aus der Heimat teilt und uns auf dem Laufenden haltet! Beijos!!!

Mittwoch, 8. August 2012

Herzlich Willkommen Marta Sophie

Gestern hat die kleine Marta Sophie das Licht der Welt erblickt. Die ersten Fotos der kleinen Maus haben uns schon erreicht und wir freuen uns ganz arg mit ihrer Mama Sogna und ihrem Papa Christian dass Paul jetzt ein Schwesterchen hat.

Sobald wir wieder im Lande sind, möchten wir die Kleine natürlich dann persönlich kennenlernen. Bis dahin wünschen wir uns ganz viele Fotos von Euch ;-)

Montag, 6. August 2012

Episode 2: Foz do Iguaçu - oder: We love Argentina!

Nach drei Nächten in Rio, ging es donnerstags weiter zu unserem nächsten  Ziel: Foz do Iguaçu oder eben: Den Wasserfällen. Der Flughafen in Foz ist total schnuckelig, ich glaube noch kleiner als der in Ilhéus (wo wir bei unserem Trip nach Itacaré gelandet sind). Man steigt aus der Maschine aus und läuft gemütlich übers Rollfeld. Einzige Bedingung: Man darf die Linien der "Fußgängermarkierung" nicht übertreten - das haben wir gelernt.
Traumwetter schon bei der Ankunft.
Zu webjet lässt sich sagen: Das war bisher die einzige Airline,
die Menükarten verteilt und man sich eine Cola oder ein Sandwich kaufen darf - grrrr.

Mein Bericht über unnseren Trip nach Foz wird bei unserem Hotel beginnen. Allein das war nämlich schon eine Reise wert.
Von mehreren Seiten wurde mir empfohlen, ein Hotel auf der argentinischen Seite zu wählen, da diese viel schöner und günstier seien. Gesagt, getan. Meine Wahl fiel dann auf das La Cantera Jungle Lodge Hotel. Und wie der Name schon sagt, lag dies eben mitten im Wald. Herrlich! Unser Zimmer war der Hammer: Bad mit Whirlpool und natürlich entsprechend auch Badezusatz (da denkt jemand mit) und die Lage mitten im Nirgendwo: Einfach Gigantisch!
Das hinter dem Bett ist kein Bild, sondern ein Fenster mit Blick in den Dschungel
(haben wir auch nicht gleich gecheckt!)

Schon allein der Weg zu unserem Zimmer war ein Erlebnis. Ein regelrechter Jungel-Trail.

An der Rezeption hat man uns dann abgeraten für einen halben Tag noch in den Nationalpark zu fahren. Daher haben wir uns erstmal für einen ausgiebigen Lunch am Pool entschieden. Könnte schlimmer sein, oder? Richtig warm war es zwar nicht, knappe 20 Grad, aber in der Sonne ließ es sich schon aushalten. Abends hat es im "Dschungel" immer total abgekühlt (wir hatten sogar eine Heizung im Zimmer und das will was heißen) - aber richtig herrliche, frische Luft (so bewusst nehme ich das ja erst wahr, seit ich in einer Millionenmetropole wohne). Das Restaurant vom Hotel ist auch richtig, richtig gut - das ist von daher wichtig, weil man ja nicht wirklich von dort wegkommt. Wir haben also die beiden Abende im Hotel verbracht, einmal gabs sogar Livemusik, das war fast wie ein Hüttenabend - richtig nett.
Wiedersehen mit einem weiteren alten Bekannten: Quilmes - Argentinian Beer
Der Mama war es dann irgendwann zu frisch und sie hat sich die Hotelbibliothek genauer angesehen.
Sieht gemütlich aus...
                         

Am Pool haben wir eine sehr nette holländische Familie kennengelernt, die uns den Tipp gegeben hat unweit vom Hotel ein kleines Indio-Dörfchen zu besuchen. Als er von günstigem Kunsthandwerk erzählt hat, waren wir praktisch nicht mehr aufzuhalten.
                        
                        

Die Einheimischen waren auch wirklich sehr nett (naja, wir waren auch gute Kunden, haben fast die komplette "Schmuckkollektion" sowie einen halben Zoo an geschnitzten Holztieren gekauft) und haben uns auch gleich eine Führung durch ihr Dorf und den Wald angeboten und mit uns für ein Foto posiert.
 

Dort wohnen mehrere Familien, wenn ich das richtig verstanden habe (Verständigungssprache: PortugNOL *g*), aber sie gehören auch irgendwie zusammen. Einer unserer neuen Freunde hat jedenfalls gleich seine Kinder zusammengetrommelt (im wahrsten Sinne des Wortes) und für uns noch zwei Abschiedslieder singen lassen. Das war echt ein tolles Erlebnis, v.a. weil die das wirklich spontan und nur für uns gemacht haben. Nicht so eine vorbereitete Touri-Nummer, wo danach dann der Klingelbeutel rumgeht.

Um am nächsten Tag hieß es dann früh aufstehen! Schließlich wollten wir den Tag auf der argentinischen Seite der Wasserfälle optimal ausnutzen.

Der Eintritt in den Nationalpark ist recht günstig, wie ich finde (und dient ja schließlich auch der Erhaltung und dem Umweltschutz): 130 Pesos (ca. 23 EUR/P.) und ich als Mercosul-Einwohnerin habe sogar nur 90 Pesos gezahlt. Voll spitze ;-)!
Wir hatten den Reiseführer von Marc und Andrea als Guide dabei (lonely planet) und haben uns an dessen Routenvorschläge gehalten. Das hat sich als ideal erwiesen, denn dort wird empfohlen, mit dem Lower Trail zu beginnen, dann den Upper Trail zu machen und erst zum Schluss die Teufelsschlucht zu besuchen. So ist der Besuch steigernd aufgebaut. Das können wir nur bestätigen, es wurde immer noch besser und beeindruckender.
Beim Upper Trail sieht man das Spektakel von oben und ist teilweise ganz nah am Wasser dran.

Mit so kleinen Booten kan man eine "Wasserfalltaufe" machen -
bei etwas höheren Temperaturen vielleicht ganz nett...
Mama hat hier schon eine ordentliche Dusche abbekommen (warum steht der andere Typ
wohl sonst mit Regencape und Schirm da??)
Der Lower Trail führt noch näher ans Wasser ran und verschafft herrliche Panoramas.

Nach einem kleinen Mittagssnack ging es dann mit dem Zügchen weiter in Richtung Garganta do Diabo, der Teufelsschlucht. Es blieb aber noch Zeit für ein kleines Shooting unterwegs... 

Bis zur Teufelsschlucht ist es ein ca. 30-minütiger Fußweg auf einem extra angelegten Steg, immer über Wasser, Wasser und noch mehr Wasser.

Einige Tiere haben wir auf dem Weg auch gesehen, man beachte den Kaiman rechts oben im Bild. Das links unten sind "quatis" auf portugiesisch, auf deutsch weiß ich es gar nicht, Nasen- oder Waschbären vielleicht? Die gibt es zuhauf im Park. Am Anfang finden alle Leute die noch süß, aber das sind richtige Räuber: So schnell kann man gar nicht schauen, räumen die einem den Tisch ab. Wenn die nicht recht hübsch anzuschauen wären, würde man wahrscheinlich von einer Plage sprechen. Nicht vorzustellen, wenn es Ratten wären....
Das sind wir und der Kaiman (jacaré) sonnt sich regungslos im Hintergrund auf seinem Stein.
                                                           

Die TEUFELSSCHLUCHT: Hier stürzen die Wassermassen über 80 Meter in die Tiefe.

Noch ein Beweisbild mit der argentinischen Flagge...

...bevor es dann am nächsten Tag auf der brasilianischen Seite mit der Wasserbeschau weiterging.

In jedem Reiseführer steht und jeder bestätigt das, dass man beide Seiten der Wasserfälle gesehen haben muss. Auf der argentinischen ist man dem Wasser näher, auf der brasilianischen hat man das bessere Panorama. Uns hat die argentinischen Seite besser gefallen. Der Nationalpark ist dort riesig: Wenn man alle Wanderwege machen will, schafft man es gar nicht an einem Tag. Dort hat man ein richtiges Naturerlebnis. Das Panorama auf der brasilianischen Seite ist schon beeindruckend, das stimmt, aber es führt nur ein Aussichtsweg entlang und der war am Tag unseres Besuchs nur so belagert. Man musste regelrecht für ein gutes Foto kämpfen ;)  Und im Vergleich zu Argentinien habe ich in Brasilien (mit Wohnort dort) keinen Rabatt bekommen, was natürlich ebenfalls zu einem Punktabzug führt.
Von der brasilianischen Seite kann man die "Wasserfallduschfahrt" ganz genau beobachten.

Das ist das Highlight auf der brasilianischen Seite: Auf dem Steg gelangt man bis ganz vor an den Wasserfall und hat dann eine tolle Sicht nach hinten in Richtung Teufelsschlucht und den Flusslauf weiter in die andere Richtung entlang. Allerdings wird man dort auch pitschepatschenass und ich habe die Kamera sicherheitshalber auf meiner Expedition nicht mitgenommen (meine Reisegruppe hat sich das Erlebnis jedoch gänzlich entgehen lassen).
Was aus dem Rucksack von meinem Dad so alles rauskam... die perfekte Ausrüstung!
Das ist jetzt der Blick auf die argentinische Seite zur Teufelsschlucht rüber (da, wo es so dampft). Voll krass: So nah und doch so unerreichbar. Wenn man "kurz" wieder auf die andere Seite der Schlucht wollen würde, wäre man locker 2 Stunden unterwegs: Aus dem einen Park raus, mit dem Bus/ Taxi über die Grenze und in den anderen Park rein, bis zum Zug laufen, Zug fahren, hinlaufen...

Auf der brasilianischen Seite gibt es nur eine wirkliche Verpflegungsstation, auch nicht sonderlich idyllisch, weil da dann eben alle sind. Und dort sind die "quatis" besonders aggressiv. Eigentlich wollte ich ja schon immer mal einen Post über etwas "andere Berufe" schreiben, die uns hier in Brasilien über die Zeit so aufgefallen sind, habe es aber noch nicht verwirklicht: Der "quati-Vertreiber" Wir haben mehrere Nachbartische beobachten können, wie ihnen ihr Mittagessen regelrecht aus der Hand oder vom Teller gerissen wurde. Ein wirklich entspannter Lunch war das für uns entsprechend auch nicht, eher ein Kampf gegen die Zeit ;-). Aber aufregend... und amüsant!
                            
"Tschüß Wasserfälle, tschüß Foz do Iguaçu!!"

Ich bin gerade ganz schön fleißig, oder? So zeitnah habe ich ja schon lange nicht mehr geschrieben und Bilder upgeloaded. Der nächste Post ist auch schon in Bearbeitung. Es geht also bald mit meiner Reportage weiter. Bis dahin!

Sonntag, 5. August 2012

Episode 1: Rio - Wiedersehen mit (m)einem alten Bekannten

So, dann haben wir also Sao Paulo hinter uns gelassen und uns in unser erstes Abenteuer gestürzt. Die Stadt am Zuckerhut darf eben bei keiner Brasilien-Rundreise fehlen. Die Route für unseren Urlaub haben wir schon ein wenig an die vielen Reisekatalog- und Reisebüro-Vorschläge angelehnt, die meine Eltern im Vorfeld studiert hatten - nur wollte ich das alles eben persönlicher, unabhängiger und vor allem günstiger gestalten. Seht jetzt, was dabei rauskam!

Die Airline unseres Vertrauens: Mit gol gings ab in Richtung Copacabana.

 Hier die Reisegruppe: Darf ich vorstellen? Meine Eltern (für alle, die die beiden (noch) nicht kennen): Rolf und Elisabeth, Vielfliegerstatus: Bis dato nicht vorhanden (was sich in den drei gemeinsamen Wochen aber stark ändern sollte), Sprachkenntnisse: Schwäbisch, Englisch ("breckeles-weise" wie der Schwabe sagt) und evangelisch (Lieblingswitz meiner Oma), Gefühlslage: Voller Motivation und Vorfreude.

In der ersten Woche leider noch nicht mit am Start (einer muss ja schließlich auch arbeiten), aber in Gedanken natürlich mitgereist:

Die Reiseleiterin. Brasilien- und Rio-erfahren: Bereits drei Mal im Vorfeld beim Cristo zu Besuch gewesen, (sogar auf dessen 80. Geburtstagsparty eingeladen), den Zuckerhut ebenfalls mehrmals und bei allen Wetterlagen erklommen, kennt alle fiesen Tricks der Taxifahrer, Sprachkenntnisse: Portugiesisch akzentfreier als Hochdeutsch, Englisch: am schwächeln, Schwäbisch: stabil und nebenberuflich: Diplomierte Schnäppchenjägerin.

Das coole an Rio ist, dass die Stadt meiner Meinung nach, eine fast unerschöpfliche Schönheit besitzt (die Copacabana ist ja beispielsweise seit Kurzem in die Welterbe-Liste der Unesco aufgenommen) und es immer noch etwas Neues zu entdecken gibt. Nach unserer Ankunft hat das Wetter leider noch leicht geschwächelt - was man auf den Fotos nicht erkennen kann, an unserer leicht übertriebenen Kleiderwahl am ersten Tag aber schon. Und somit haben wir uns als Einstieg für einen Strandspaziergang an der Copacabana und eine erste Erkundungstour unserer Nachbarschaft entschieden. Zwischen Copacabana und Ipanema liegt der Arpoador-Strand und der Parque Garota de Ipanema. Dort ragt ein ziemlich beeindruckender Felsen ins Meer, von dem aus man einen tollen Blick auf ganz Ipanema hat. Somit habe ich gleich zu Beginn auch noch ein neues Fleckchen entdeckt und erlebt. In Rio ticken die Uhren auch irgendwie anders, wie ich finde. Man kann sich stundenlang am Strand aufhalten, von einer Strandbar in die nächste umziehen und einfach das Leben genießen. Und das haben wir auch gemacht!
                         
                          
                         
     


Am nächsten Tag hatten wir die Ehre eine Hammer-Sicht am Zuckerhut genießen zu dürfen. So klar und weit habe ich die Sicht noch nie erlebt. Das ist auch so ein Ort, wo man immer wieder hinkann, weil es einfach so beeindruckend ist: Man kann stundenlang die ankommenden Flieger beobachten, die atemberaubende Aussicht in alle Richtungen aufsaugen oder einfach spazieren gehen. Nur eine Frage blieb leider mal wieder unbeantwortet: Wo sind eigentlich die Affen??
                              
der Corcovado ist im Hintergrund zu erkennen, der Cristo leider nicht

Danach: Kurzer Foto-Zwischenstopp am Praia Vermelha, bevor wir uns dann für ein Mittagessen im Café Botánico im Botanischen Garten entschieden haben. Dieses Mal hatten wir in Rio auf jeder unserer Strecken immer besonders nette Taxifahrer (und das ist jetzt ernst gemeint), deren Redefluss kaum zu stoppen war: So haben wir dann die neuesten Nachrichten aus Sao Paulo (mehrere Tote nach Schießerei zwischen Fußball-Fans) und vom Tod des Bischofs erfahren (Schlange stehen in der Kathedrale, um seinem Sarg die letzte Ehre zu erweisen) und ich konnte mich vor Komplimenten kaum retten ;) (witzigerweise haben meine Eltern diese Stellen unserer Unterhaltungen dann doch immer verstanden)...

Mit Anja im Dezember habe ich ja bereits den Botanischen Garten als Ruheoase entdeckt und als besuchenswert beurteilt. Daher konnte ich diesen Abstecher als Nachmittagsprogramm locker flockig aus dem Ärmel schütteln. Die Küche des Cafés ist wirklich sehr zu empfehlen. Ich hatte schon eeeewig keinen so leckeren Salatteller mehr. @ Anja: Wenn es deutlich unter 40 Grad hat, ist der Besuch noch angenehmer ;)
Spartipp: Die ca. 30-minütige geführte Rundfahrt ist kostenlos und die Plätze sehr beschränkt (2 Zügchen à 7 Plätze): Einfach im Häuschen vor dem Eingang Plätze reservieren und los gehts!

Nächster (und auch leider schon letzter) Tag in Rio = nächstes Highlight. Mit dem Zug zum Cristo.
Dieser Tag hat mir viel Gesprächsstoff für die verbleibenden Taxifahrten verschafft: "Also ich war ja schon öfters am Cristo oben, sogar an seinem 80. Geburtstag letztes Jahr im Oktober, aber ich habe dort oben noch nie so viele Leute gesehen!"
  
Aussicht passt!
...mit einigem Körpereinsatz (der Fotograf legt sich flach auf den Boden) schafft man es sogar, die vielen Leuten drumrum vom Foto weitestgehend fernzuhalten

Danach wollte ich eigentlich mit dem Bondinho ("Zügle") über die Bögen von Lapa hoch ins Künstlerviertel Santa Teresa fahren, was ich ebenfalls selber noch nicht kenne. Einer unserer gesprächigen Taxifahrer hat meine Recherche dann allerdings als lückenhaft enttarnt - ob ich denn nicht wüsste, dass die Bahn seit einigen Monaten nicht mehr fährt, da es einige tödliche Unfälle aufgrund von Sicherheitsmängeln gab. Ups! Während unseres allerersten Rio-Wochenendes war ein deutscher Touri aus der Bahn gefallen - das wusste ich. Aber dass danach noch einige weitere Unfälle passiert sind, war mir neu. Wäre also anscheinend sowieso keine bequeme Spazierfahrt, als vielmehr ein waghalsiges Abenteuerevent geworden - und daher sowieso nichts für mich :-).

Und so kam es, dass wir uns die Kathedrale von Rio an dem Tag angeschaut haben, als halb Rio Schlange stand, um sich von seinem Bischof zu verabschieden (siehe linker, unterer Bildrand). Wer sich "nur" für die Architektur interessiert hat, durfte an der Schlange vorbeiziehen - wir konnten dann auch meine Mama davon überzeugen, dass dies die bessere Alternative für uns Touris ist.

Die Bögen von Lapa haben wir dann also im VorbeiGEHEN gesehen...

... und sind dann doch noch an der "Escadaria Selarón" angelangt. Fast wäre daraus nämlich ein ungewollter Favela-Besuch geworden. Wenn man von der "falschen Seite" her zur Treppe will, landet man nämlich in einer etwas dubiosen Gegend. Wir wollten das dann schon von unserer Besuchsliste streichen, bis uns ein paar andere Touris auf der Straße angequatscht haben, dass der Zugang von "vorne her" auch möglich sei. Gesagt - getan. Zum Glück: Sonst hätten wir ja regelrecht was verpasst!

Die Treppe ist das Werk des chilenischen Künstlers Jorge Selarón, der 1990 damit begonnen hat, einen Teil der Treppe um sein Haus herum mit Mosaik zu verzieren. Anfangs war das von der Einwohnerschaft nicht gern gesehen, ist dann aber zu seinem Lebenswerk geworden und inzwischen von der Stadt Rio auch geduldet. Sie trägt mittlerweile sogar seinen Namen. Kontinuierlich wechselt er Kacheln auf den 250 Stufen (125 m Länge) aus, die er größtenteils von Touristen aus der ganzen Welt bekommt.

Man kann die Werkstatt des Künstlers besuchen, der selbst wohl recht häufig auf "seiner" Treppe anzufinden ist und ich habe ein handsigniertes Werk einer seiner "berühmten" Schwangerenmotive ergattert. Leider ist unser gemeinsames Portät nicht scharf geworden, aber dass er einen leichten Schlag hat, lässt sich trotzdem erkennen...oder?

Für den, der mit dem Flieger nach Rio kommt (also kein Parkplatzproblem hat), habe ich auch eine neue Hotelempfehleung: Das Hotel Mar Palace (ehemaliges Hotel Castro Alves - mein neues Taxifahrerwissen). Liegt in der Av. Nossa Senhora da Copacabana, also der Parallele zum Strand. Die Zimmer sind bei Weitem nicht so abgewohnt, wie der Ruf der Mehrheit der Copacabana-Hotels prophezeit und es gibt ein super Frühstücksbuffet.
Und ganz unverhofft war das die Aussicht aus unserem Hotelzimmer - wer kann da noch widerstehen??