Willkommen auf unserem Blog!
Wir sind zwar gerade nicht vor Ort, aber auch nicht aus der Welt... Wir möchten Euch mit diesem Blog auf dem Laufenden halten, wie es uns in Brasilien gefällt, was wir erleben und denken, einfach wie es uns so geht. Wir freuen uns, wenn Ihr mit uns auch News aus der Heimat teilt und uns auf dem Laufenden haltet! Beijos!!!
Mittwoch, 10. August 2011
Havaianas gefällig?
Meinen Kolleginnen habe ich mich ja bereits als Importeurin angeboten. Aber hier auch noch das Angebot an alle anderen: Fast das einzige, was es derzeit in Brasilien noch relativ günstig zu haben gibt, sind Havaianas (FlipFlops) - der derzeitige Wechselkurs ist CIRCA 2:1, also 20 Reais sind knapp 10 Euro. Nachdem wir mit ziemlich leeren Koffern nach Deutschland einreisen werden, damit wir Platz für die vielen schönen Dinge haben, die wir exportieren wollen, könnt Ihr Euch gerne melden, wenn wir Euch etwas mitbringen sollen (ausgenommen Cachaca, da ist die Freimenge bereits erreicht ;)).
Hier der Link zu den Havaianas: http://www.loja.havaianas.com.br/
Falls Euch etwas gefällt, gebt mir einfach Bescheid.
Freitag, 5. August 2011
Wir leben in der zehnt teuersten Stadt der Welt!
Hier mal eine paar neue FAKTEN zu unserer Wahlheimat. Laut einer Studie vom Juli diesen Jahres ist Sao Paulo auf Platz 10 der Städte weltweit mit den teuersten Lebenshaltungskosten gelandet - vor New York, z.B. - die teuerste Stadt Nord- und Südamerikas zusammen. Krass, oder?
Hier ein Ausschnitt aus der Studie (mehr Infos auf http://www.mercer.de/press-releases/Vergleichsstudie-zur-Bewertung-der-Lebenshaltungskosten):
Germany
Frankfurt, 12 July 2011
Hier ein Ausschnitt aus der Studie (mehr Infos auf http://www.mercer.de/press-releases/Vergleichsstudie-zur-Bewertung-der-Lebenshaltungskosten):
Germany
Frankfurt, 12 July 2011
- Singapur und São Paolo sind neu in den Top 10
- In Deutschland sind die Lebenshaltungskosten in Frankfurt am höchsten, gefolgt von München und Berlin
- Im europäischen Vergleich führt Moskau vor Genf, Zürich, Oslo und Bern
Luanda in Angola ist wie im Vorjahr auch 2011 die weltweit teuerste Stadt für ins Ausland entsandte Mitarbeiter (Expatriates). Tokio liegt an zweiter Stelle, gefolgt von Ndjamena (Tschad) auf Platz drei. Moskau rangiert an vierter Position, Genf auf Platz fünf und Osaka auf Rang sechs. Karachi in Pakistan wird wie 2010 als weltweit günstigste Stadt bewertet. Zu diesem Ergebnis kommt die alljährlich von der Beratungsgesellschaft Mercer durchgeführte weltweite Vergleichsstudie zur Bewertung der Lebenshaltungskosten in 214 Großstädten.
Neu in den Top 10 der teuersten Städte der Welt sind Singapur auf Platz 8 und Sao Paolo auf Platz 10, das im Vergleich zum Vorjahr um 11 Plätze nach oben geklettert ist (Anm.: Glückwunsch!). Im europäischen Vergleich führt Moskau vor Genf, Zürich, Oslo und Bern das Ranking der teuersten Städte an. Am niedrigsten sind die Lebenshaltungskosten in Tirana, Albanien, und Skopje, Mazedonien, die im weltweiten Vergleich beide auf Rang 200 liegen, gefolgt von Minsk (193) in Weißrussland, Sarajewo (192) in Bosnien-Herzegovina und Tbilisi (191) in Georgien. Eine der dramatischsten Veränderungen in Europa hat Stockholm erlebt: Die Hauptstadt Schwedens ist von Rang 76 im Vorjahr auf Rang 39 gestiegen. Ausschlaggebend dafür ist in erster Linie die deutliche Aufwertung der Landeswährung gegenüber dem US-Dollar. (...)
Donnerstag, 4. August 2011
Besuch, Besuch und noch mehr Besuch...
Auf der Besucherseite gibt es ja schon soooo viele Neuigkeiten zu vermelden.... juhuuu!
Ich freu mich ja so und bin total aufgedreht, seit mich heute die neuesten News bzw. Flugpläne erreicht haben. Aber jetzt erst Mal der Reihe nach.
Unsere ersten "richtigen" Besucher aus Deutschland (so richtig mit übernachten und so) werden im Oktober Andrea und Marc sein. Hier ein Foto der beiden (natürlich schon im Brasil-Style todo mundo) damit mein Post nicht so textlastig wird und ihr alle wisst, von wem ich rede.
Das coole am Besuchszeitraum der beiden ist, dass ich eine komplette Woche Ferien haben werde und sich Flo zumindest ein paar Tage über den Feiertag freinehmen kann. Das heißt, dass wir gerade über einen gemeinsamen Trip brainstormen... Wenn ich mich durchringen kann mit Andrea und Marc, Flo, ein paar Fröschen und Schlangen auf einer Baracke auf einem Fluß zu tingeln, wird es das Pantanal werden... aber noch bin ich nicht so weit, mich zu dieser heißen Entscheidung durchzuringen.
Ich freu mich schon seeehr auf Euch 2 - das wird legendär! Ich bin schon gespannt auf Markymarks Gesichtsausdruck, wenn er unser "Anwesen" betritt. Unser erstes gemeinsames Rindfleisch und die ersten Caipis... sehr cool wird das. Aber Andrea, nochmal zur Verdeutlichung: ein Shoppingparadies ist Brasilien beim momentanen Preisniveau nicht ;).
Und heute hat mich diese Nachricht bzw. geniale Neuigkeit erreicht:
"... Mir brennt ´ne supi Neuigkeit auf den Nägeln und ich kann jetzt nicht mehr lange um den heißen Brei herum schreiben, sonst platze ich!
ICH HABE GEBUCHT!!!
JUHU!!!"
Auch JUHU!!! Anja wird mich - wie wir letztes Jahr bei unserem traditionellen Heiligen Morgen Glühwein-Schwipschen beschlossen haben - dieses Jahr zu Weihnachten und entsprechend zum Heiligen Morgen besuchen kommen. Diesen Tag können und wollen wir einfach nicht ohne einander verbringen. Das wird was: statt dem üblichen Glühwein werden wir uns LEIDER ;) mit ein paar kühlen Caipis und Temperaturen jenseits der 30 Grad zufrieden geben müssen. Hat jemand Mitleid ;)? Hier ebenfalls ein Bild von meiner Guten, damit alle im Bilde sind (ja, auch von uns gibt´s schon ein Bild mit Brasilien-Motiv oder zumindest Getränk):
Oh mein Gott, von dem Trip werden wir noch unseren Enkeln erzählen... Und das Beste: Anja kommt rechtzeitig zum Abschluss meines Kurses, eine Woche vor Weihnachten an und wir können schon mal eine kleine Tour starten: Rio, Strand... ach, die Optionen sind herrlich! Das sieht nach einem ziemlich "reiselustigen" Jahresende für mich aus!! Sehr schön! Und im November ist auch noch ein Feiertag, der uns ein verlängertes WE bescheren wird... ein Traum.
Sonntag, 31. Juli 2011
Morgen geht´s schon weiter...
... an der FAAP! Dann startet bereits mein 2. Portugiesisch-Kurs.
Alles sehr spannend! Wir wissen noch nicht, wer unsere Lehrer sind, wer in unsere Klasse kommt (wie sie die alten Studenten ggf. neu zusammensetzen, wer neu dazukommt, etc.). Jedenfalls treffen wir uns um 11:30 Uhr zu einer Einführungs-/ Begrüßungsveranstaltung. Der Verteiler der Studenten war offen gelegt, so dass ich schonmal weiß, dass es über 70 Studenten aufgeteilt auf die verschiedenen Levels sein werden - ich HOFFE, dass unsere Klasse dieses Mal kleiner sein wird (beim letzten Kurs waren wir von maximal 15 Leuten - genau 15 ;( - und das ist einfach eine Menge, um eine Sprache zu lernen, meiner Meinung nach). Was der Verteiler (meiner Spürnase) auch schon verraten hat: aus ists mit der Zeit, wo die Nicoli die einzige deutsche Studentin an der FAAP ist ;( ;( ;( (dislike!). Laut den Namen im Verteiler werden wir zumindest 4, ggf. mehr deutsche Studenten sein... ich könnte ja versuchen, mich als Chinesin auszugeben?! Morgen wissen wir alle mehr, ich werde natürlich berichten! (Ob es wohl so sein wird, wie früher in der Schule, als ich immer am letzten Tag der Sommerferien ganz schlecht schlafen konnte, weil ich so aufgeregt war....?!)
Alles sehr spannend! Wir wissen noch nicht, wer unsere Lehrer sind, wer in unsere Klasse kommt (wie sie die alten Studenten ggf. neu zusammensetzen, wer neu dazukommt, etc.). Jedenfalls treffen wir uns um 11:30 Uhr zu einer Einführungs-/ Begrüßungsveranstaltung. Der Verteiler der Studenten war offen gelegt, so dass ich schonmal weiß, dass es über 70 Studenten aufgeteilt auf die verschiedenen Levels sein werden - ich HOFFE, dass unsere Klasse dieses Mal kleiner sein wird (beim letzten Kurs waren wir von maximal 15 Leuten - genau 15 ;( - und das ist einfach eine Menge, um eine Sprache zu lernen, meiner Meinung nach). Was der Verteiler (meiner Spürnase) auch schon verraten hat: aus ists mit der Zeit, wo die Nicoli die einzige deutsche Studentin an der FAAP ist ;( ;( ;( (dislike!). Laut den Namen im Verteiler werden wir zumindest 4, ggf. mehr deutsche Studenten sein... ich könnte ja versuchen, mich als Chinesin auszugeben?! Morgen wissen wir alle mehr, ich werde natürlich berichten! (Ob es wohl so sein wird, wie früher in der Schule, als ich immer am letzten Tag der Sommerferien ganz schlecht schlafen konnte, weil ich so aufgeregt war....?!)
Noch mehr Geburtstagspost!
Am Freitag hat mich noch ein verzögertes, aber schönes Geburtstagspäckchen aus Rüssenbach erreicht. Eigentlich war es sogar das erste Einschreiben, das uns hier erreicht hat - damit wäre dieser Titel auch vergeben (jetzt weiß ich langsam nicht mehr, was noch neues passieren bzw. "zum ersten Mal" hier ankommen kann - also ob es noch mehr Titel zu vergeben geben wird ;)).
Ich habe noch schnell ein Foto geschossen, weil mir schon die Verpackung so gut gefallen hat, bevor ich mich ans Auspacken gemacht habe...
E voilà: ein Brotsack zum Frischhalten unserer (selbst gemachter oder gekaufter) Backwerke, ein farbenfroher (I like!) Backhandschuh und ein weißer Tischläufer, falls es hier mal etwas schicker zugehen soll... achja, und natürlich viele Giottos (die werden sicher nicht lange überleben bei uns).
Vielen Dank, Helga und Bernhard, ich habe mich wirklich sehr gefreut! Und es ist auch gar nicht so schlimm, wenn die Deutsche oder die Brasilianische Post etwas länger braucht: dann habe ich viel länger was von meinem Geburtstag ;)
Donnerstag, 28. Juli 2011
Endlich daheim...
... mein Tag hat heute echt cool angefangen. Heute war der lang ersehnte Sushi-Kurs bei Fumie. Dazu später/ morgen mehr....
Auf dem Heimweg bin ich leider in den falschen Bus eingestiegen. Ich hatte meinen Zettel mit der Busnummer daheim vergessen, aber nachdem Fumie in der Nähe von meinem Zahnarzt wohnt, dachte ich, wenn ich die Busse sehe, werde ich mich schon an die richtige Linie erinnern...
Der 1. Bus, von dem ich dachte, dass er der richtige wäre: Fehlanzeige - ich habe den Fahrer gefragt, ob er in die "Berrini" fährt, aber leider nein... dann kamen einige, die ich ausschließen konnte. Dann kam ein Bus, von dem ich mir nicht sicher war. Laut Schild (die Busse haben vorne und an der Seite immer eine Liste, mit den wichtigsten Straßen, die sie passieren) fuhr er aber in meine Gegend. Ich habe den Busfahrer dann wieder gefragt: "Sim, sim, vai!" - Juhu, er fährt in die Berrini!
Normalerweise hätte er die nächste (nach dem Zahnarzt) aber rechts fahren müssen, tat er nicht, die übernächste auch nicht.... hmmm. Ich habe gedacht, gut, er fährt halt nicht "direkt" in die Berrini, aber scheint ja auf seiner Strecke zu sein. Wir fuhren also in Richtung Paulista (wo wir im Hotel waren) und weiter Richtung bzw. durch das Zentrum (und das ist eine Gegend in Sao Paulo, die leider gar nicht unserem deutschen Sicherheitsempfinden entspricht, also überhaupt nicht - Taschendiebe em masse, etc.). Der Bus fährt und fährt und fährt. Irgendwann nach einer guten halben Stunde Fahrt macht das Mädchen neben mir Anzeichen aussteigen zu wollen. Ich frage sie, ob sie "schon" raus will - sie: "ja, hier ist Endstation". P A N I K !!! Wo bin ich? Ich habe dann alle aussteigen lassen und bin dann zum Kassierer, der immer in der Mitte vom Bus sitzt und habe gefragt, ob sie nicht zur Berrini fahren: nein. Ich sage, aber ich habe den Fahrer doch extra gefragt... mir kam es ja auch komisch vor, dass er nicht abgebogen ist, sondern immer weiter Richtung Zentrum... der Busfahrer dreht sich dann um: "Was? Berrini? Habe ich nie behauptet..." Na supi! Und jetzt? Dass mein Geld von dort nicht für ein Taxi heimreichen würde, war mir klar. Dann sehe ich vom Bus aus ein Metroschild und frage den Kassierer, wie die Station heißt: LUZ - AHHHH, MEHR PANIK! Das ist doch gleich neben Crackolandia, da wo die ganzen Crackies wie die Darsteller in Michael Jackson´s Video zu "Thriller" "wohnen" bzw. "abhängen"... Fährt die U-Bahn in meine Richtung? Faria Lima? Klar, dass nicht.... ich könne aber schon in ein paar Minuten bei ihnen wieder einsteigen und dann halt in der Funchal (15 Min. Fußweg zur Berrini) aussteigen... es dämmert ja schon! Nein, danke! Ach... oder Du kannst einfach in den Bus hinter uns umsteigen, der fährt in die Berrini. Na, bitte, geht doch! Erstes Durchatmen...
Puh, konnte sich also nur noch um ca. 1 Stunde handeln, bis ich (über einen kleinen Umweg) zu Hause sein würde. Aber: kaum ist der Bus losgefahren (also nach wie vor Gegend "Luz/ Centro") steht ein ziemlich fertiger Typ in genau so fertigen Klamotten in der Mitte auf und erzählt bzw. lallt irgendwas... sprich: bettelt! Ich schon: shit, jetzt bin ich tot, im Bus, kein Entkommen... dann das Beste: lupft sein T-Shirt und zeigt uns (juhu) ... naja, eine Narbe ist es nicht, schließlich sind noch Fäden drin, aber jedenfalls eine Art "Naht" die die beiden Körperhälften vom Bauchnabel bis zu den oberen Rippenbögen versucht zusammenhalten, die ich sogar hätte besser zunähen können... Er ist dann rumgegangen und hat die Hand aufgehalten. Ich beobachte die Leute um mich rum, die meisten geben etwas... ok, dann killt er mich vielleicht nicht, hier hast 2 Reais. Als er vorbeigeht, rieche ich seinen "Dunst" (ah, deswegen hält sich der Mann vor mir seit einiger Zeit den Mund mit einem Taschentuch zu)... bin mir aber nicht sicher, ob es "normaler" Körpergeruch war oder aus seiner halb-offenen Körpermitte kommt.... ;-( So ein Erlebnis jede Woche und auch mein Pool hält mich hier nicht mehr lang!!!!
Naja, nach 2 Stunden bin ich daheim angekommen... also es gab doch noch mehr oder weniger ein Happy End für mich... ainda vivo = ich lebe ja noch!
Auf dem Heimweg bin ich leider in den falschen Bus eingestiegen. Ich hatte meinen Zettel mit der Busnummer daheim vergessen, aber nachdem Fumie in der Nähe von meinem Zahnarzt wohnt, dachte ich, wenn ich die Busse sehe, werde ich mich schon an die richtige Linie erinnern...
Der 1. Bus, von dem ich dachte, dass er der richtige wäre: Fehlanzeige - ich habe den Fahrer gefragt, ob er in die "Berrini" fährt, aber leider nein... dann kamen einige, die ich ausschließen konnte. Dann kam ein Bus, von dem ich mir nicht sicher war. Laut Schild (die Busse haben vorne und an der Seite immer eine Liste, mit den wichtigsten Straßen, die sie passieren) fuhr er aber in meine Gegend. Ich habe den Busfahrer dann wieder gefragt: "Sim, sim, vai!" - Juhu, er fährt in die Berrini!
Normalerweise hätte er die nächste (nach dem Zahnarzt) aber rechts fahren müssen, tat er nicht, die übernächste auch nicht.... hmmm. Ich habe gedacht, gut, er fährt halt nicht "direkt" in die Berrini, aber scheint ja auf seiner Strecke zu sein. Wir fuhren also in Richtung Paulista (wo wir im Hotel waren) und weiter Richtung bzw. durch das Zentrum (und das ist eine Gegend in Sao Paulo, die leider gar nicht unserem deutschen Sicherheitsempfinden entspricht, also überhaupt nicht - Taschendiebe em masse, etc.). Der Bus fährt und fährt und fährt. Irgendwann nach einer guten halben Stunde Fahrt macht das Mädchen neben mir Anzeichen aussteigen zu wollen. Ich frage sie, ob sie "schon" raus will - sie: "ja, hier ist Endstation". P A N I K !!! Wo bin ich? Ich habe dann alle aussteigen lassen und bin dann zum Kassierer, der immer in der Mitte vom Bus sitzt und habe gefragt, ob sie nicht zur Berrini fahren: nein. Ich sage, aber ich habe den Fahrer doch extra gefragt... mir kam es ja auch komisch vor, dass er nicht abgebogen ist, sondern immer weiter Richtung Zentrum... der Busfahrer dreht sich dann um: "Was? Berrini? Habe ich nie behauptet..." Na supi! Und jetzt? Dass mein Geld von dort nicht für ein Taxi heimreichen würde, war mir klar. Dann sehe ich vom Bus aus ein Metroschild und frage den Kassierer, wie die Station heißt: LUZ - AHHHH, MEHR PANIK! Das ist doch gleich neben Crackolandia, da wo die ganzen Crackies wie die Darsteller in Michael Jackson´s Video zu "Thriller" "wohnen" bzw. "abhängen"... Fährt die U-Bahn in meine Richtung? Faria Lima? Klar, dass nicht.... ich könne aber schon in ein paar Minuten bei ihnen wieder einsteigen und dann halt in der Funchal (15 Min. Fußweg zur Berrini) aussteigen... es dämmert ja schon! Nein, danke! Ach... oder Du kannst einfach in den Bus hinter uns umsteigen, der fährt in die Berrini. Na, bitte, geht doch! Erstes Durchatmen...
Puh, konnte sich also nur noch um ca. 1 Stunde handeln, bis ich (über einen kleinen Umweg) zu Hause sein würde. Aber: kaum ist der Bus losgefahren (also nach wie vor Gegend "Luz/ Centro") steht ein ziemlich fertiger Typ in genau so fertigen Klamotten in der Mitte auf und erzählt bzw. lallt irgendwas... sprich: bettelt! Ich schon: shit, jetzt bin ich tot, im Bus, kein Entkommen... dann das Beste: lupft sein T-Shirt und zeigt uns (juhu) ... naja, eine Narbe ist es nicht, schließlich sind noch Fäden drin, aber jedenfalls eine Art "Naht" die die beiden Körperhälften vom Bauchnabel bis zu den oberen Rippenbögen versucht zusammenhalten, die ich sogar hätte besser zunähen können... Er ist dann rumgegangen und hat die Hand aufgehalten. Ich beobachte die Leute um mich rum, die meisten geben etwas... ok, dann killt er mich vielleicht nicht, hier hast 2 Reais. Als er vorbeigeht, rieche ich seinen "Dunst" (ah, deswegen hält sich der Mann vor mir seit einiger Zeit den Mund mit einem Taschentuch zu)... bin mir aber nicht sicher, ob es "normaler" Körpergeruch war oder aus seiner halb-offenen Körpermitte kommt.... ;-( So ein Erlebnis jede Woche und auch mein Pool hält mich hier nicht mehr lang!!!!
Naja, nach 2 Stunden bin ich daheim angekommen... also es gab doch noch mehr oder weniger ein Happy End für mich... ainda vivo = ich lebe ja noch!
Montag, 25. Juli 2011
KARAOKE
So, der letzte Gast hat am Freitag um 4:00 Uhr unsere Wohnung verlassen, um 9:00 Uhr haben wir die restlichen Sachen (ausgeliehene Teller, etc.) wieder übergeben... und um Punkt 14 Uhr haben wir bereits das erste Liedchen geträllert.
Mit meinen Studienkollegen haben wir uns für Samstag-Nachmittag zum Karaoke verabredet... In Liberdade, dem Japaner-Viertel, gibt es mehrere Karaoke-Bars - die Japaner lieben Karaoke - das wusste ich gar nicht. Man singt aber nicht (wie in Deutschland) vor versammelter Mannschaft, sondern mietet einen kleinen Raum und macht seine eigene Session. Und nachdem es dort abends nicht soooo prickelnd sein soll, fand die nächste Sause also schon nachmittags statt. Eigentlich dachte ich, nach 2-3 Caipi werde ich sicher locker und sing dann schon auch mal... aber nein: Zack, Bum, Mikro her - und ab ging das!!! In der Gruppe, Duett oder Solo - Ich habe ein neues Hobby ;) Roxette z.B. dachte ich ist etwas, das jeder kennt, aber da habe ich mich schwer getäuscht: und musste den anderen also im Alleingang "Sleeping in my car" näher bringen... Wir haben praktisch unser ganzes FAAP-Repertoire durchgesungen, von Vanessa da Mata über Seu Jorge, Ivete Sangalo, Tribalistas und viele mehr. Die 4 Stunden vergingen wie im Flug...
Nach der ganzen stimmlichen Verausgabung haben wir es uns dann auch so richtig schmecken lassen.
Mit meinen Studienkollegen haben wir uns für Samstag-Nachmittag zum Karaoke verabredet... In Liberdade, dem Japaner-Viertel, gibt es mehrere Karaoke-Bars - die Japaner lieben Karaoke - das wusste ich gar nicht. Man singt aber nicht (wie in Deutschland) vor versammelter Mannschaft, sondern mietet einen kleinen Raum und macht seine eigene Session. Und nachdem es dort abends nicht soooo prickelnd sein soll, fand die nächste Sause also schon nachmittags statt. Eigentlich dachte ich, nach 2-3 Caipi werde ich sicher locker und sing dann schon auch mal... aber nein: Zack, Bum, Mikro her - und ab ging das!!! In der Gruppe, Duett oder Solo - Ich habe ein neues Hobby ;) Roxette z.B. dachte ich ist etwas, das jeder kennt, aber da habe ich mich schwer getäuscht: und musste den anderen also im Alleingang "Sleeping in my car" näher bringen... Wir haben praktisch unser ganzes FAAP-Repertoire durchgesungen, von Vanessa da Mata über Seu Jorge, Ivete Sangalo, Tribalistas und viele mehr. Die 4 Stunden vergingen wie im Flug...
In Liberdade war am Wochenende auch ein japanisches Fest. Die Straßen waren dekoriert und es gab viele Stände mit japanischen Leckereien. Nachdem es aber ziemlich frisch war, sind wir nur kurz drübergehuscht.
Nach der ganzen stimmlichen Verausgabung haben wir es uns dann auch so richtig schmecken lassen.
Das Essen war wirklich super...
... aber ich habe auch den besten Erdbeersaft meines Lebens dort getrunken.
Und deshalb den Kellner nach dem "Geheimrezept" gefragt: sie nehmen gefrorenes Erdbeerfruchtmark (keine Ahnung, ob man das in Deutschland überhaupt kaufen kann) und das kommt zusammen mit stillem Wasser und etwas Zucker in den Mixer - perfekt!
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